
Besuch bei Drift Shop: Ein Blick hinter die Kulissen eines Ersatzteillagers im Wert von über 5 Millionen Euro
Bei Shiftech schauen wir gerne hinter die Kulissen der Akteure, die diese Sportart am Leben erhalten. Diesmal machte sich Médéric auf den Weg nach Ensisheim im Osten Frankreichs, um Steve Leiber, Mitbegründer von DriftShop, zu besuchen. Ziel der Reise: Teile und Reifen abzuholen, um sich auf den nächsten Lauf der französischen Drift-Meisterschaft vorzubereiten, und gleichzeitig die neuen Logistikräume der Marke zu erkunden.
Eine Reise von mehr als 550 km, um sich auf die nächste Etappe vorzubereiten
Vor jedem Meisterschaftsrennen ist die Beschaffung von Ersatzteilen und Reifen ein entscheidender Schritt bei der Vorbereitung. Aus diesem Grund machte sich Médéric auf den mehr als 550 km langen Weg von zu Hause weg, um sich mit Steve zu treffen und das für den nächsten Renntermin benötigte Material abzuholen.
Vor Ort ging es direkt zu den neuen Logistikräumen von Drift Shop: ein riesiges Gebäude, in dem nun alle Teile gelagert werden, die auf den Websites von Drift Shop und BPS Racing verkauft werden.

Erster Halt: die Abteilung für Auspuffanlagen und Karosserie-Kits
Erste Station des Rundgangs: die Abteilung für Auspuffanlagen und Karosserie-Kits. Steve präsentiert dort ein Karosserie-Kit, das vom E46-Stil inspiriert, aber an den E36 angepasst ist: ein besonderes Teil, das sich verbiegen lässt, Stöße abfedert und über das man sogar fahren kann, ohne dass es bricht. Ein echter Vorteil gegenüber herkömmlichen Stoßfängern aus Faserverbundwerkstoff, die schon beim geringsten Aufprall zu splittern neigen.
Mit der Übernahme von BPS Racing bietet Drift Shop nun zusätzlich zu seinem traditionellen Sortiment auch Performance-Teile an. Der erste Trakt des Gebäudes, in dem unter anderem diese Abteilung untergebracht ist, erstreckt sich über 3.500 m².

Zweiter Halt: die Allee der Hängepflanzen
Weiter geht es zum Gang mit den Federungen, wo zahlreiche Modelle ab Lager verfügbar sind. Unter diesen zeichnen sich die Federungen der Marke Versus durch ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Ein Artikel, der besonders gefragt ist, vor allem bei Fahrern mit einem sehr aggressiven Fahrstil, wie beispielsweise Sofiane Yazid, der in dieser Saison bereits mehrere Federungen kaputtgefahren hat.
Dritter Halt: ein Lager mit Sonderreifen
Der Reifen bleibt eines der komplexesten Elemente beim Driften: In der Regel muss man seine Lenkbewegungen lange im Voraus planen. Eine Herausforderung, die Drift Shop dank eines besonders umfangreichen Reifenbestands meistern kann. Vor Ort nutzt Médéric die Gelegenheit, sich von Steve bei der Auswahl seiner eigenen Reifen beraten zu lassen.

Roboter, die die Auftragsabwicklung revolutionieren
Zweiter Teil der Besichtigung: der Bereich für die Automatisierung. Drift Shop hat sich dafür entschieden, sein Logistikzentrum mit 14 Robotern auszustatten.
Vor deren Einführung legte der beste Kommissionierer täglich bis zu 19 km zurück, wobei ein Großteil der Zeit allein für den Weg zwischen den Regalen aufgewendet wurde. Nun übernehmen die Roboter das Abholen der Regale mit dem Lagerbestand und bringen diese direkt zu den Kommissionierstationen. Der Kommissionierer muss nun nur noch die benötigten Artikel entnehmen, die Bestellung fertigstellen oder sie mit sperrigeren Produkten zusammenfassen, die die Roboter nicht transportieren können.

Die zweite Zelle: eine noch größere Erweiterung
Der Rundgang führt weiter in den zweiten Trakt des Gebäudes: einen Anbau mit einer Fläche von weiteren 4.500 m², der eine Höhe von 14 Metern erreicht. Ein Symbol für die beeindruckende Entwicklung von Drift Shop, das in einem einfachen Hangar begann und im Laufe der Jahre einen Lagerbereich nach dem anderen hinzufügte, bis mit diesem echten Logistikzentrum ein Meilenstein erreicht wurde.
Dieser Teil des Gebäudes dient heute als Überbestandslager, wodurch die Roboter und Kommissionierplätze kontinuierlich mit Waren versorgt werden können. Jeden Abend kommen Teams, um die Bestände aufzufüllen, um ein Volumen zu bewältigen, das manchmal mehr als 1.000 Bestellungen pro Tag beträgt.
Interview mit Steve: Die Entstehung von Drift Shop
Wie ist Drift Shop entstanden?
Steve, von Beruf Kfz-Mechaniker, und Nico, von Beruf Webmaster, betrieben beide Anfang der 2000er Jahre Drift. Damals war die Beschaffung von Ersatzteilen für diesen Sport bereits ein echter Hindernislauf. Nico kam daraufhin auf die Idee, eine Website zu erstellen, um Teile in Frankreich zu verkaufen – zunächst, um ihre Leidenschaft zu finanzieren und das monatliche Einkommen aufzubessern. Im Laufe der Zeit gaben die beiden Gründer schließlich ihre jeweiligen Jobs auf, um sich ganz dem Drift Shop zu widmen.
Drift Shop in Zahlen
- Zwischen 800 und 1.000 bearbeitete Bestellungen pro Tag
- 25 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2025, mit jährlichem Wachstum
- 48 bis 49 Mitarbeiter
- 5,5 Millionen Euro Lagerbestand
- 13.000 Artikel auf Lager, davon 8.000 von Robotern verwaltet
- Europas größter Lagerbestand an Performance-Teilen
- 40 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt – ein Anteil, den Drift Shop weiter ausbauen möchte, wobei der amerikanische Markt im Fokus steht
- Unter der Marke Drift Shop entwickelte Teile (Auspuffanlagen, Vorderachs-Kits, Lenkräder, Sitze …), weitere Artikel folgen
- 7 Millionen Euro wurden in das Gebäude investiert, 1 Million Euro in die Roboterautomatisierung
Ein Besuch, der mit den Reifen für das nächste Rennen endet
Der Besuch endet so, wie er begonnen hat: mit den Vorbereitungen für den nächsten Lauf. Médéric holt zusammen mit Steve direkt aus dem Lagerraum die Reifen, mit denen sein Auto beim nächsten Meisterschaftslauf ausgestattet wird.
Drift Shop gehört zu den Partnern, die das Team Shiftech Xperience Drift während der gesamten Saison 2026 der französischen Drift-Meisterschaft begleiten. Alle Informationen zu unserem Engagement im Rennsport finden Sie auf unserer Seite zur französischen Drift-Meisterschaft 2026.
Ein Rundgang durch die Räumlichkeiten von DriftShop im Video
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